Anti-Rassismus-Wochen überschattet vom Tod Ingrid Krämers

Sie hatte noch die Gedenk-und Mahnfeier „10 Jahre Krieg in Syrien“ im Rahmen der bundesweiten „internationalen Wochen gegen Rassismus“ im Namen des Bündnisses für Toleranz und Demokratie mit vorbereitet, wie immer und ganz selbstverständlich ihren Namen auf den Einladungsflyer als Verantwortliche setzen lassen, die Redeliste auf der Veranstaltung mit allen abgestimmt und die Veranstaltung – wie viele andere vorher – bei der Polizei angemeldet… Umso geschockter waren die auf dem Josef-Beuys-Platz eintreffenden Veranstaltungsteilnehmer/innen, als sie vom plötzlichen Tod Inge Krämers, der „Flüchtlingshelferin der ersten Stunde“ (Rheinische Post) bestürzt Kenntnis nehmen mussten. Inge Krämer war nicht nur jahrzehntelang eine der Vorsitzenden des Bündnisses für Toleranz und Demokratie, sie engagierte sich im Eine-Welt-Laden, war Mitglied bei Attac, im Flüchtlingsrat und Friedensbündnis. 13x „Fest ohne Grenzen“ in jedem Spätsommer der letzten Jahre wären ohne sie als Motor und Seele dieses inzwischen in Krefeld zur Tradition gewordenen Antirassismusfestes kaum möglich gewesen. Die Trauerfeier für Inge wird voraussichtlich am Mittwoch, 31.03. um 11.00 Uhr pandemiebedingt vor der Trauerhalle des Hauptfriedhofes stattfinden.

Link: Nicht gehaltener Redebeitrag unseres Mitgliedes Ali Jaouni auf der Gedenkveranstaltung

Wochen gegen Rassismus in Krefeld

Foto-Eindrücke von der „Seebrücke-Veranstaltung“: Mahnwache: Rassismus hat viele Gesichter: Rostock – Halle – Hanau – Lesbos… am Dienstag, 16.03.21

Foto-Eindrücke von der Menschenkette gegen jegliche Form des Rassismus vom Hauptbahnhof zum Rathaus am Internationalen Tag gegen Rassendiskriminierung am Sonntag, 21.03.21

Bundesweiter Aktionstag: Menschenkette vor den Einkaufszentren an der Gutenbergstraße

Flüchtlingsratsmitglieder unterstützten Seebrücke – Aktion:

Stoppt das Sterben an den EU-Außengrenzen – Aufnahme von Geflüchteten aus Bosnien und den Mittelmeerstaaten jetzt!

Rund 150 Krefelder und Krefelderinnen – darunter viele Mitglieder des Flüchtlingsrates – haben am Samstag den 30.01. vor den Einkaufszentren an der Gutenbergstraße die Rettung und Aufnahme in Deutschland von Geflüchteten an der bosnischen Grenze und aus den Elendslagern auf den griechischen Inseln gefordert. Mit Bildern der Fotografin Alea Horst und Plakaten wurden auf die seit Monaten hoffnungslose Situation der Geflüchteten aufmerksam gemacht. Bekanntlich hat sich auch die Stadt Krefeld – wie 220 andere Städte in Deutschland – zur Aufnahme von Geflüchteten per Ratsbeschluss bereit erklärt. Die Bundesregierung in Gestalt des Innenministers Seehofer verweigert dazu aber die gesetzlich notwendige Zustimmung. Sie setzt weiterhin auf Abschreckung und eine Festung Europa! Die große Koalition schweigt zu den illegalen Zurückweisungen und Gewalttaten an den EU-Außengrenzen und den dort praktizierten fortwährenden eklatanten Verstößen gegen Menschenrechte!

Weitere detaillierte Infos zur Situation auf den griechischen Inseln und an der EU-Außengrenze: www.proasyl.de  www.seebruecke.org  www.balkanbruecke.org

Menschenkette an der Gutenbergstraße KR

Mit Bildern und Plakaten wird auf die katastrophale Situation der geflüchteten Menschen in den Lagern in Bosnien und auf Lesbos aufmerksam gemacht. Bei minus 15 Grad, mit löchrigen Zeltplanen und kaum Essen oder Wasser kämpfen die Menschen an der bosnisch-kroatischen Grenze ums Überleben. Das Lager auf Lesbos steht komplett unter Wasser, es ist kalt, es gibt kaum medizinische Versorgung, kein warmes Wasser und nachts werden schlafende Kinder von Ratten angegriffen. Anstatt den Menschen auf der Flucht zu helfen, hat sich die Europäische Union bewusst für eine Abschreckungs- und Abschottungspolitik entschieden, die Verelendung und Tod bewusst in Kauf nimmt. Das wollen wir nicht weiter zulassen! Treffpunkt für die Menschenkette ist der Mittelstreifen auf der Gutenbergstraße in Höhe Nr. 150 – 155 um 11 Uhr. Es wird darauf hingewiesen, dass durchgehend Mund-Nasenschutz getragen wird und der Mindestabstand eingehalten wird.